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Girona enamora

 

       So sagt man in Girona und so ist es auch! Gerona, oder wie es in der katalanischen Landessprache heißt, Girona, verzaubert den Besucher.

      Ich möchte dem  geneigten Leser keine Einzelheiten nennen, die er in jedem Stadtführer nachschlagen kann, sondern einfach die Eindrücke   unseres Ausflugs nach Girona wiedergeben, solange sie noch frisch im Gedächtnis haften.

      Die Provinzhauptstadt ist von Barcelona aus gut mit dem Zug (hin u. zurück 12 Euro) zu erreichen, der im Schnitt stündlich verkehrt und bis Girona etwas über eine Stunde braucht. Allein die Zugfahrt durch die schöne Landschaft lohnt schon die Fahrt. Die Gegend bei Girona heißt  nicht umsonst die spanische Schweiz und der Besucher, der Spanien nur mit Strandurlaub assoziiert, wird überrascht sein, was das Hinterland an vielfältiger Landschaft zu bieten hat.

      Der moderne Bahnhof von Girona liegt einen Spaziergang weit weg  von der romantischen Altstadt mit ihrer wunderschönen mittelalterlichen Architektur. Es gilt alte Patrizierhäuser zu bewundern und die Brücken über den Fluss Onyar schaffen ein an Venedig erinnerndes Flair. Die Geschäfte der Innenstadt, u.a. auf der  Rambla  de la Llibertat bieten etwas für jeden Geschmack, seien es Antiquitäten, schicke Boutiquen, gute Schuhgeschäfte, Souvenirs und Kuriositäten aller Art.  

      Hat man wenig Zeit um die Stadt zu erkunden, sind die 4 Euro für die Rundfahrt  durch die Altstadt mit der kleinen Touristenbahn gut angelegtes Geld. Anschließend kann man die Ecken, die einem besonders gut gefallen haben, noch mal zu Fuß abgehen, wie zum Beispiel die Strassen und Gassen rund um die Plaça d´oli, der ehemalige Marktplatz mit seiner Vielzahl an  Restaurants, Cafés  und kleinen Geschäften und mit sehr viel Atmosphäre. Auch im Rundgang unter den Arkaden um die Plaça Indepenència herum, im Herzen der Stadt, befinden sich zahlreiche Restaurants, wobei das „Volta i Volta“ für uns die einzige Enttäuschung des Tages darstellte, mit Ausnahme des schönen Ausblicks auf den Fluss und auf die alte Häuserfassade. Im Allgemeinen gilt natürlich, hier wie überall, dass  Mitte August sehr viele Touristen unterwegs sind (genau wie wir) und alles überlaufen ist. Ab zwei Uhr mittags ist es schwierig noch einen freien Tisch zu finden. Wer das Glück hat, außerhalb der Saison reisen zu können, hat es da ein bisschen einfacher.

    Man benötigt mehr als einen Tag um dieser schönen  Stadt mit ihrer Kathedrale, den Museen und anderen Sehenswürdigkeiten gerecht zu werden,  ohne Zweifel. Trotzdem hinterlässt diese Stippvisite eine schöne Erinnerung und die Lust auf mehr.  

                                               Von Angelika geschickt (22.08.07)

 

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